Social Media und Influencer sind mittlerweile in allen erdenklichen Bereichen unseres Alltags angekommen. Egal ob Fitness, Kochen, Reisen oder Lifestyle – die Masche ist immer dieselbe: Hauptsache, die Klicks stimmen, die Reichweite steigt und das Konto füllt sich durch plumpe Werbung und Sponsorendeals.
Dass im Fußball das große Geld fließt und der Sport seit Jahrzehnten kommerzialisiert wird, ist weiß Gott kein neues Phänomen. Doch mittlerweile bereichern sich „Content Creator“ auch an unserer Fankultur, um ihren ganz persönlichen Profit daraus zu schlagen.
Da werden auf Krampf Trikots gerated und Fanggesänge wie auf dem Grabbeltisch bewertet. Andere filmen sich beim Stadionbesuch, halten die Kamera beim Stadionwurst-Test ins eigene Gesicht und inszenieren ihr Event-Erlebnis für die Community. Gänzlich kurios wird es dann, wenn sie durch die Fanszene des Stadions verwiesen werden und sich im Anschluss wiederum als das große Opfer in Social Media inszenieren.
Wieder andere hingegen schwingen sich zu vermeintlichen Fachleuten auf und beurteilen die Auftritte der Kurve – ohne auch nur den leisesten Schimmer davon zu haben, wie viel Arbeit in der Organisation einer Choreografie steckt oder wie eine Kurve wirklich funktioniert.
Gleichzeitig schmücken sich diese Leute mit den Werten, der Romantik und den Bildern unserer Kurven, um sich ein authentisches Image zu verpassen. Dieselben Werte werden jedoch ohne mit der Wimper zu zucken mit Füßen getreten, sobald es um den ersten Deal oder mehr Reichweite geht. Wer sich Social Media so hingibt, hat rein gar nichts von dem kapiert, wofür Fankurven stehen.
Wir als Supporters Karlsruhe 1986 e.V. stellen klar:
Fankultur ist kein Lifestyle-Produkt, kein Fotomotiv und kein Werkzeug für eure Selbstdarstellung!
Wir wollen keine Fanszenen-Influencer oder Stadion-Vlogger – weder im Netz und erst recht nicht bei uns im Wildpark!


